„Miles & More ist kaputt.“ Kaum ein Satz fällt in der Meilenszene so oft.
Bei Lufthansa, Swiss und Austrian gibt es keine feste Meilentabelle mehr. Wie viele Meilen ein Prämienflug kostet, siehst du erst bei der Suche. In dieser Folge zeigen wir dir, wie das dynamische Preissystem funktioniert und wie du es als Sammler für dich nutzt.
Darüber sprechen wir in Episode 19
- Wie die dynamischen Preise bei Miles & More funktionieren
- Warum der Abflugort mehr zählt als der Reisezeitraum
- Welche Vorteile mit festen Meilenwerten geblieben sind
- Wann sich Miles & More für dich noch lohnt
Diese Folge ist perfekt für dich, falls du …
- auf einen Business-Class-Flug mit Lufthansa, Swiss oder Austrian sammelst und nicht weißt, mit wie vielen Meilen du rechnen sollst
- für weniger Meilen auch von einem anderen Flughafen oder mit dem Zug zum Abflug startest
- überlegst, ob Miles & More für deinen Einstieg ins Meilensammeln noch das richtige Programm ist
Hör rein und finde heraus, wie du im dynamischen System von Miles & More gute Meilenpreise findest:
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Stand: 19. Oktober 2026
Mit einer Miles-&-More-Kreditkarte sammelst du bei jedem Einkauf Meilen und schützt sie vor dem Verfall. In Deutschland kommen die Karten von der Deutschen Bank, in Österreich sammelst du mit der Austrian Miles & More Premiumcard oder über Diners Club. Boni und Gebühren ändern sich laufend, hier steht, was heute gilt. Mindestumsatz und Fristen stehen jeweils beim Anbieter.
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* Affiliate-Link: Beantragst du darüber eine Karte, erhalten wir eventuell eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Erwähnt in dieser Folge
Das Wichtigste in Kürze
- Bei Lufthansa, Swiss und Austrian gibt es keine feste Meilentabelle mehr. Der Meilenpreis orientiert sich an den günstigsten Buchungsklassen, ohne Mindest- und ohne Obergrenze.
- Den größten Einfluss auf den Meilenpreis hat der Abflugort, der Reisezeitraum kaum. Ein Start im Ausland oder ein Zubringer per Flug, Bahn oder Bus spart oft zehntausende Meilen.
- Die Meilenschnäppchen dieser Airlines gibt es nicht mehr. Dazu kommen Airline-Zuschläge, die vor allem nach Nordamerika ein großer Kostenfaktor sind.
- Fest geblieben sind die Prämientabelle für Partner-Airlines der Star Alliance und die Meilenwerte für Upgrades. Mit Senator-Status sparst du über den Companion Award Meilen für eine Begleitperson.
- Am meisten holt heraus, wer flexibel ist und Partner-Airlines einbezieht. Schwieriger wird es, wenn du gezielt ab deinem Heimatflughafen mit Lufthansa, Swiss oder Austrian in Business oder First fliegen willst.
Kapitel
- 00:00 Ist Miles & More wirklich kaputt?
- 01:13 Die ersten Reaktionen auf die Umstellung
- 03:45 Das Ende der festen Meilentabelle
- 04:32 Teurere Prämienflüge in der First Class
- 05:11 Airline-Zuschläge als Kostenfaktor
- 07:07 Das Aus für die Meilenschnäppchen
- 10:55 Award Flight Highlights im Check
- 13:05 Weniger Planungssicherheit
- 15:08 Mit welchen Meilenwerten du rechnen kannst
- 17:05 Was gleich geblieben ist
- 17:25 Die Prämientabelle für Partner-Airlines
- 19:59 Upgrades zu festen Meilenwerten
- 20:28 Senator-Status und Companion Award
- 21:50 Kreditkarten in Deutschland und Österreich
- 25:58 Der Abflugort bestimmt den Meilenpreis
- 28:31 Wie viel ein anderer Abflugort spart
- 30:19 Zubringer per Bahn und Bus
- 32:51 Neue Sweetspots auf wenig gefragten Strecken
- 34:05 Mehr Aufwand, mehr Verfügbarkeit
- 39:14 Lohnt sich Miles & More noch?
- 42:12 Einsteiger: Miles & More oder Membership Rewards?
- 47:48 Was noch offen ist
- 51:50 Fazit
Zusammenfassung der Episode
Ist Miles & More wirklich kaputt?
Als Miles & More auf dynamische Preise umgestellt hat, war in der Meilenszene schnell von „Meileninflation“ und „Programmentwertung“ die Rede. Auf Social Media wirkte das Programm plötzlich wertlos.
Andreas und Kevin halten von dieser Panik wenig. Schönreden wollen sie die Umstellung aber auch nicht. In dieser Folge trennen sie, was wirklich schlechter geworden ist, was gleich geblieben ist und wo das neue System sogar Chancen bietet.
So funktionieren die dynamischen Preise
Früher galt für Lufthansa, Swiss und Austrian eine feste Meilentabelle, ein Award Chart. Ein Business-Class-Flug von Europa nach Nordamerika kostete immer gleich viele Meilen, egal wann und wie ausgelastet. Darauf konntest du gezielt hinsammeln.
Heute orientiert sich der Meilenpreis an den günstigsten Buchungsklassen der Airline. Was ein Flug kostet, siehst du erst, wenn du ihn live auf der Miles-&-More-Website suchst. Eine Mindest- oder Obergrenze gibt es nicht, und die Preise können sich jederzeit ohne Ankündigung ändern. Bei Air France kennst du zumindest den niedrigsten Preis und kannst darauf hinsammeln.
Blind sammeln würde Andreas trotzdem nicht. Sein Rat: Notier dir eine Zeit lang die Meilenpreise deiner Wunschstrecke. So bekommst du ein Gefühl dafür, was ein gutes Angebot ist.
Was schlechter geworden ist
Vor allem die First Class mit Lufthansa, Swiss und Austrian kostet im Schnitt deutlich mehr Meilen als nach der alten Tabelle, auf einzelnen Strecken auch die Business Class. Dazu kommen die Airline-Zuschläge. Sie sind besonders auf Flügen nach Nordamerika ein großer Kostenfaktor und können sich innerhalb weniger Monate spürbar ändern.
Die Meilenschnäppchen bei Lufthansa, Swiss und Austrian gibt es nicht mehr. Für viele waren sie der Grund, überhaupt mit dem Sammeln anzufangen. Als Ersatz zeigt Miles & More monatlich die Award Flight Highlights, fast nur in der Economy Class.
Warum sich ein beworbenes Angebot nach Boston nach Abzug der Zuschläge kaum gelohnt hätte, rechnet Andreas ab Minute 11:42 vor. Ob sich deine eigene Einlösung lohnt, prüfst du mit unserem Gegenwert-Rechner.
Was geblieben ist
Für die Partner-Airlines der Star Alliance, etwa ANA, Singapore Airlines oder United, gilt weiter eine feste Prämientabelle. Sie zeigt die Meilen inzwischen für Hin- und Rückflug, pro Strecke rechnest du die Hälfte. Wie du mit Partnern Meilen und Zuschläge sparst, besprechen wir in Episode 18.
Upgrades kosten weiter feste Meilenwerte. Und mit Senator-Status sparst du über den Companion Award 50 % der Meilen für eine Begleitperson auf Flügen der Lufthansa Group, gerechnet auf den dynamischen Preis. Bei zwei Tickets sind das rechnerisch 25 % weniger Meilen.
Bei den Miles-&-More-Kreditkarten unterscheiden sich Deutschland und Österreich: In Deutschland gibt die Deutsche Bank die Karten heraus, in Österreich kommt die Austrian Miles & More Premiumcard von Erste Bank und Sparkasse. Was die Karten leisten, besprechen wir ausführlich in Episode 8.
Der Abflugort entscheidet
Eine Eigenschaft des neuen Systems hat Miles & More selbst bestätigt: Den größten Einfluss auf den Meilenpreis hat der Abflugort, der Reisezeitraum kaum. Pro Strecke gilt über das Jahr ein weitgehend konstanter Preis. Du musst also nicht in der Nebensaison reisen, um wenige Meilen zu zahlen. Du steuerst den Preis über den Startpunkt.
Wie viele Meilen Andreas bei einem First-Class-Flug nach New York spart, nur weil die Reise in Oslo statt in München beginnt, hörst du ab Minute 28:56. Wer in Wien wohnt, findet oft ab Budapest gute Preise.
Es muss nicht immer ein Zubringerflug sein. In Deutschland bindest du eine Bahnverbindung in die Buchung ein, in Österreich die ÖBB-Züge von AIRail für Austrian. Auch die Lufthansa Express Busse zu den Flughäfen Frankfurt und München wirken als Zubringer. Welchen extremen Ausreißer Andreas mit einem Bahnanschluss gefunden hat, erzählt er ab Minute 30:40.
Weil der Meilenpreis dem Ticketpreis folgt, entstehen auch neue Sweetspots, also Strecken mit besonders gutem Gegenwert: Wenig gefragte Strecken sind oft auch in Meilen günstig, sogar ab einem Drehkreuz wie Zürich.
Checkliste: Gute Meilenpreise im dynamischen System finden
- Meilenwerte notieren: Schreib dir die Preise deiner Wunschstrecke eine Zeit lang auf, dann erkennst du ein gutes Angebot.
- Abflugort variieren: Vergleich deinen Heimatflughafen mit Startpunkten im europäischen Ausland.
- Zubringer testen: Probier Kombinationen mit Zubringerflug, Bahn oder Lufthansa Express Bus.
- Partner prüfen: Vergleich mit Star-Alliance-Partnern, die nach fester Tabelle abrechnen.
Das kostet Zeit. Du musst aktiv suchen, Abflugorte testen und Zubringer durchrechnen. Andreas vergleicht das mit einer Schatzsuche: Wer daran Freude hat, findet Chancen. Dafür sieht Kevin heute auf vielen Strecken fast täglich freie Prämienplätze, wo er früher durch leere Kalenderseiten geblättert hat. Das macht auch die Economy Class in der Hauptreisezeit für Familien interessant.
Lohnt sich Miles & More noch?
Andreas’ ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Gut fährt, wer flexibel ist, verschiedene Abflugorte prüft, Zubringer nutzt und Partner-Airlines einbezieht. Auch für Vielflieger mit Status bleibt das Programm stark: Companion Award, Upgrades zu festen Werten und die Meilen, die sie beim Fliegen selbst sammeln.
Schwieriger wird es für alle, die gezielt ab Wien, Frankfurt oder München mit Lufthansa, Swiss oder Austrian in Business oder First fliegen wollen. Und für alle, die auf die Meilenschnäppchen gesetzt haben.
Einsteiger sammeln bei Miles & More dank vieler Kooperationen weiter schnell, das Einlösen ist aber komplexer geworden. Für Kevin bleibt Miles & More trotzdem ein guter Einstieg. Warum Andreas Einsteiger vorwarnt und was er antwortet, wenn jemand in zwei Monaten mit Meilen nach Thailand fliegen will, hörst du ab Minute 43:56. Ob du mit Miles & More oder mit Membership Rewards startest, vergleichen wir in Episode 4.
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Häufige Fragen
Wie funktionieren die dynamischen Preise bei Miles & More?
Bei Prämienflügen mit Lufthansa, Swiss und Austrian gibt es keine feste Meilentabelle mehr. Der Meilenpreis orientiert sich an den günstigsten Buchungsklassen der Airline, ohne Mindest- und ohne Obergrenze. Den größten Einfluss hat der Abflugort, der Reisezeitraum kaum. Wie viele Meilen ein Flug kostet, siehst du erst bei der Suche auf der Miles-&-More-Website.
Was hat sich bei Miles & More 2025 geändert?
Im Juni 2025 hat Miles & More für Prämienflüge mit Lufthansa, Swiss und Austrian die feste Meilentabelle durch dynamische Preise ersetzt, die Meilenschnäppchen dieser Airlines fielen weg. Fest geblieben sind die Prämientabelle für Partner-Airlines der Star Alliance und die Meilenwerte für Upgrades.
Wie bekomme ich bei Miles & More trotz dynamischer Preise gute Meilenpreise?
Prüf verschiedene Abflugorte: Ein Start im europäischen Ausland oder ein Zubringer per Flug, Bahn oder Bus senkt den Meilenpreis oft deutlich. Vergleich außerdem mit Partner-Airlines der Star Alliance, die nach fester Tabelle abrechnen. Und notier dir typische Meilenwerte deiner Wunschstrecke, damit du ein gutes Angebot erkennst.
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Andreas Dini sammelt Punkte und Meilen über Ländergrenzen hinweg. Auf Instagram zeigt er als @cleverpoints jede Woche die aktuellen Sammel-Deals für Deutschland und Österreich.
Kevin Cobb kennt die österreichische Meilenszene von innen. Auf seinem YouTube-Kanal Points Travel Tech Austria testet er Airlines und Hotels, am liebsten in der First Class.
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