„Hilfe, meine Meilen verfallen in vier Wochen. Was kann ich noch tun?“ Solche Nachrichten landen regelmäßig in unserem Postfach.
Dahinter steckt oft jemand, der zwei, drei Jahre fleißig gesammelt hat und jetzt unter Zeitdruck irgendetwas einlöst. Dabei richtet die Angst vor dem Verfall meist mehr Schaden an als der Verfall selbst. In dieser Folge zeigen wir dir, wie du deine Meilen rechtzeitig schützt und in Ruhe sinnvoll einlöst.
Darüber sprechen wir in Episode 29
- Welche vier Arten von Meilenverfall es gibt
- Wie du den Verfall bei Miles & More stoppst
- Wann sich eine Kreditkarte als Verfallschutz lohnt
- Warum eine Panikeinlösung so viel Wert vernichtet
Diese Folge ist perfekt für dich, falls du …
- gerade eine Warnung bekommen hast, dass Meilen oder Punkte bald verfallen
- überlegst, dir eine Kreditkarte nur wegen des Verfallschutzes zu holen
- mit Partner oder Familie in einem Meilenpool sammelst
Hör rein und finde heraus, wie du deine Meilen ohne Panik rettest:
Aktuelle Kreditkarten-Deals
Stand: 19. Oktober 2026
Zwei Kartenthemen gehören zum Sammeln mit PAYBACK: In Deutschland schützt die kostenlose PAYBACK American Express Card deine PAYBACK-Punkte vor dem Verfall. Und wer länger auf eine große Reise sammelt, schützt seine Meilen mit einer Miles-&-More-Kreditkarte. Boni und Gebühren ändern sich laufend, hier steht, was heute gilt. Mindestumsatz und Fristen stehen jeweils beim Anbieter.
🇩🇪 Deutschland
Für PAYBACK-Sammler in Deutschland
PAYBACK American Express Card
4.000
PAYBACK-Punkte
Aktion bis 1.11.
🇦🇹 Österreich
Für die beste Sammelrate
Austrian Miles & More Premiumcard
1 Meile pro 1,50 €
Meilen direkt auf dein Miles-&-More-Konto, mit Verfallschutz.
Für günstigen Verfallschutz
Diners Club Gold Card
1 Meile pro 2 €
Bonuspunkte gehen automatisch zu Miles & More, mit Verfallschutz.
* Affiliate-Link: Beantragst du darüber eine Karte, erhalten wir eventuell eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Erwähnt in dieser Folge
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt vier Arten von Verfall: feste Fristen (Miles & More, PAYBACK), Verfall bei Inaktivität (Hilton, Marriott, Flying Blue), Verfall durch Kündigung (Membership Rewards) und das Ende eines Programms.
- Miles-&-More-Meilen verfallen nach mindestens 36 Monaten zum Quartalsende. Ein Vielfliegerstatus oder eine Miles-&-More-Kreditkarte stoppt den Verfall.
- PAYBACK-Punkte verfallen nach drei Jahren, immer zum Stichtag 30. September.
- Als reiner Verfallschutz rechnet sich eine Kreditkarte selten. Sinnvoll ist sie, wenn du ohnehin damit sammelst.
- Prüfst du einmal im Jahr, was in den nächsten zwölf Monaten verfällt, bleibt Zeit für einen guten Prämienflug statt einer Panikeinlösung.
Kapitel
- 00:00 Hilfe, meine Meilen verfallen in vier Wochen
- 02:18 Earn & Burn: Sammeln ist nur das Mittel
- 05:41 Warum die Angst mehr kostet als der Verfall
- 08:32 Vier Arten von Verfall
- 09:11 Feste Frist bei Miles & More und PAYBACK
- 12:01 Verfall bei Inaktivität: Hilton, Marriott, Flying Blue
- 14:09 Membership Rewards: Verfall durch Kündigung
- 17:44 Wenn ein Programm endet
- 21:12 Die Bremsen bei Miles & More
- 22:46 Kreditkarte als Verfallschutz: wann sie sich lohnt
- 26:19 Ein Lebenszeichen für Hotel- und Airlineprogramme
- 29:15 Warum die Programme mit dem Verfall rechnen
- 31:01 Warum wir Meilen horten
- 36:33 Der Maßstab: Cent pro Meile
- 38:37 Was eine Panikeinlösung kostet
- 41:11 Wo du siehst, wann deine Meilen verfallen
- 42:09 Vorsicht beim Meilenpool
- 45:22 E-Mails und Apps als Sicherheitsnetz
- 47:18 Ein fester Termin im Jahr
- 48:02 Die richtige Reihenfolge, wenn es eng wird
- 52:40 Wenn die Meilen schon weg sind
- 53:53 Fazit
Zusammenfassung der Episode
Warum die Angst teurer ist als der Verfall
Kevins Devise heißt Earn & Burn: sammeln und einlösen. Wer regelmäßig Prämienflüge bucht, dem ist die Verfallsfrist ziemlich egal, denn die Meilen sind verflogen, bevor eine Uhr abläuft. Andreas hält dagegen: Für einen Langstreckenflug in der Business Class sammelst du eine Weile, gerade zu zweit. Mit der richtigen Strategie schaffst du das innerhalb von drei Jahren.
Seine These für die Folge: Die Angst vor dem Verfall richtet mehr Schaden an als der Verfall selbst. Sie führt zu Einlösungen unter Druck und zu Kreditkarten, die aus dem falschen Grund beantragt werden. Dabei verfallen meist nur die ältesten Meilen, nicht dein ganzes Guthaben.
Vier Arten von Verfall
Den einen Meilenverfall gibt es nicht. Kevin unterscheidet vier Mechanismen, und bei jedem zählt eine Frage: Kannst du die Uhr anhalten?
Feste Frist: Bei Miles & More hat jede Meile ihr eigenes Ablaufdatum, mindestens 36 Monate plus Puffer bis zum Quartalsende. Neue Meilen retten die alten nicht. PAYBACK hat einen festen Stichtag: Am 30. September verfallen alle Punkte, die älter als drei Jahre sind.
Inaktivität: Bei Hilton Honors und Marriott Bonvoy verfallen Punkte erst nach 24 Monaten ohne Kontobewegung, und auch bei Flying Blue verlängert jede Aktivität das ganze Guthaben. Eine einzige Kontobewegung stellt die Uhr für alle Punkte zurück.
Kündigung: Membership Rewards von American Express verfallen nicht, solange du eine Karte hast, die am Programm teilnimmt. Kündigst du die letzte, sind die Punkte weg. Ein Wechsel auf eine günstigere Karte aus dem Programm rettet sie, die PAYBACK American Express Card* zählt dafür allerdings nicht. Welche Karten es gibt, hörst du in Episode 24.
Programmende: Hier kannst du nichts tun. Als Air Berlin 2017 Insolvenz anmeldete, waren die topbonus-Meilen hunderttausender Sammler über Nacht wertlos. Für Andreas ein Argument mehr für Earn & Burn: Meilen sind kein Sparbuch.
So stoppst du den Verfall bei Miles & More
Zwei Bremsen setzen die Frist aus: ein Vielfliegerstatus oder eine Miles-&-More-Kreditkarte. Wie du auch ohne viele Flüge an einen Status kommst, erzählt Kevin ab Minute 21:47.
In Deutschland schützen die Lufthansa Miles & More Blue Credit Card* und die Gold Credit Card* deine Meilen, in Österreich die Austrian Miles & More Premiumcard, die Diners Club Gold Card und die Diners Club Vintage Card. Bei den deutschen Karten gilt der Schutz sofort. Bei den österreichischen muss die Karte erst drei Monate offen sein, mit mindestens einem Umsatz pro Monat. Geschützt sind dann alle eigenen Meilen auf dem Konto, auch die von vorher.
Wann sich eine Kreditkarte als Verfallschutz lohnt
Willst du mit deinen Alltagsausgaben Meilen sammeln, bekommst du den Verfallschutz als Bonus dazu. Holst du dir die Karte nur aus Panik, zahlst du Jahr für Jahr eine Versicherungsprämie, im schlimmsten Fall für Meilen, die weniger wert sind als drei Jahresgebühren. Ab wie vielen Meilen sich eine Karte allein als Schutz rechnet, zeigt Kevin ab Minute 24:48.
Wenn du ohnehin mit einer Karte sammeln willst: → Zu den aktuellen Kreditkarten-Deals
Für Hilton, Marriott oder Flying Blue brauchst du weder Status noch Karte, nur ein Lebenszeichen: eine Hotelnacht, einen bezahlten Flug oder einen kleinen Punktetransfer. Was als Aktivität zählt, legt jedes Programm selbst fest.
Warum wir Meilen horten
Laut einer McKinsey-Analyse verfallen branchenweit 15 bis 30 % aller Meilen. Der Punktestand fühlt sich an wie ein Highscore, Einlösen fast wie ein Verlust. Und viele lösen aus Unsicherheit gar nicht ein. Die Programme rechnen damit: Was dazu im Geschäftsbericht der Lufthansa steht, hörst du ab Minute 32:24.
Was eine Panikeinlösung kostet
Gegen die Unsicherheit hilft ein Maßstab: Cent pro Meile. Ein Gutschein bringt rund 0,3 Cent pro Meile, eine gut gewählte Business-Class-Einlösung ein Vielfaches. Deine eigene Einlösung prüfst du mit unserem Gegenwert-Rechner.
50.000 Meilen in einem Gutschein bringen also rund 150 €. Was Kevin mit gut 50.000 Meilen stattdessen bucht, hörst du ab Minute 39:42. Die Differenz sind für Andreas die wahren Kosten der Angst.
Wo du siehst, wann deine Meilen verfallen
Miles & More zeigt im Meilenkonto einen Hinweis, wenn Meilen zum Ende des laufenden oder nächsten Quartals verfallen. PAYBACK blendet bedrohte Punkte zwölf Monate vorher gelb in der Punkteübersicht ein. Bei beiden gehen beim Einlösen die ältesten zuerst weg. Hast du viele Konten, behält eine App wie AwardWallet die Verfallsdaten im Blick.
Vorsicht beim Meilenpool: Karte oder Status schützen nur die Meilen, die du selbst gesammelt hast, nicht die deines Partners.
Andreas’ wichtigster Rat: Mach daraus einen festen Planungstermin, einmal im Jahr. Die Frage lautet dann nicht, was nächste Woche verfällt, sondern was in den nächsten zwölf Monaten abläuft. So hat jede gefährdete Meile ein Jahr Vorlauf.
Checkliste: Wenn deine Meilen bald verfallen
- Bremse prüfen: Kommt eine Miles-&-More-Kreditkarte für dich ohnehin in Frage, weil du damit sammeln würdest? Dann ist jetzt der Moment. Als Panikkauf lohnt sie sich nicht.
- Prämienflug suchen: Es muss nicht die Business Class nach Asien sein, auch eine Kurzstrecke in Europa kann einen guten Gegenwert bringen. Buchen musst du vor dem Verfall, fliegen kannst du Monate später.
- Rettungseinlösung: Erst wenn beides nicht geht, kommen Gutschein, Sachprämie oder eine Hotelbuchung in Frage. Das ist immer noch besser als nichts.
- Kalendereintrag: Sind die Meilen schon weg, ärgere dich nicht monatelang. Trag dir den jährlichen Check ein, damit es das letzte Mal war.
Meilen gerettet, und jetzt? Wie du gezielt auf ein Reiseziel hin sammelst und deine Meilen für Flüge in der Business Class einlöst, zeigen wir dir im CleverPoints-Masterkurs. Zur Warteliste →
Häufige Fragen
Wann verfallen Miles & More Meilen?
Miles-&-More-Meilen verfallen nach mindestens 36 Monaten, gerechnet ab der Gutschrift, mit einem Puffer bis zum Quartalsende. Neue Meilen verlängern die alten nicht. Den Verfall stoppen ein Vielfliegerstatus oder eine Miles-&-More-Kreditkarte mit Verfallschutz. Im Meilenkonto zeigt dir Miles & More an, wenn Meilen zum Ende des laufenden oder nächsten Quartals verfallen.
Meine Meilen verfallen bald. Was kann ich tun?
Geh in dieser Reihenfolge vor: Prüf zuerst, ob du den Verfall stoppen kannst, etwa mit einer Miles-&-More-Kreditkarte, die du ohnehin zum Sammeln nutzen würdest. Such dann einen Prämienflug, auch eine Kurzstrecke in Europa kann sich lohnen. Buchen musst du vor dem Verfall, fliegen kannst du später. Erst wenn beides nicht geht, löse für einen Gutschein oder eine Sachprämie ein.
Schützt eine Miles & More Kreditkarte auch die Meilen im Meilenpool?
Nein. Die Kreditkarte oder ein Status schützt nur die Meilen, die der Karteninhaber selbst gesammelt hat, nicht die der anderen Personen im Pool. Meilen von Kindern unter 18 sind bis zum 18. Geburtstag geschützt. Beim Einlösen nimmt Miles & More immer zuerst die ältesten Meilen aller Personen, nicht die ungeschützten.
Passende Episoden
CleverPoints-Masterkurs
Besser reisen durch Punkte & Meilen
Bezahlt mit Ausgaben, die du sowieso hast.
Im Masterkurs setzt du das ganze System zusammen: Du sammelst beim Wocheneinkauf, über Cashback und Coupons und sogar mit Miete und Versicherung. Und du lernst, deine Punkte so einzulösen, dass daraus der Business-Class-Flug oder das Hotel wird, das du mit Cash nie gebucht hättest.
- ein Fahrplan statt widersprüchlicher Tipps aus Videos, Blogs und Foren
- Prämienflüge finden und buchen, mit echten Buchungsbeispielen
- Strategien getrennt für Deutschland und Österreich
- über 60 Video-Lektionen, laufende Updates und eine Community für deine Fragen

Über 200 Bewertungen auf ProvenExpert, 100 % Weiterempfehlung.
Wer auf der Warteliste steht, bekommt beim nächsten Start das beste Angebot.
Deine Hosts
Andreas Dini sammelt Punkte und Meilen über Ländergrenzen hinweg. Auf Instagram zeigt er als @cleverpoints jede Woche die aktuellen Sammel-Deals für Deutschland und Österreich.
Kevin Cobb kennt die österreichische Meilenszene von innen. Auf seinem YouTube-Kanal Points Travel Tech Austria testet er Airlines und Hotels, am liebsten in der First Class.
Transparenzhinweis: Mit * markierte Links sind Affiliate-Links. Beantragst du darüber eine Karte, erhalten wir eventuell eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts, und du unterstützt damit den Podcast.












