Weltreise mit Meilen: Wie Christian mit seiner Familie in der First Class um die Welt reist

Episode 30 · Reiseplanung & Reiseziele · 8. Oktober 2026 · 97 Min.

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Ein Rucksack, ein Hostelbett, 10.000 Euro Erspartes. Und wenn das Geld weg ist, ist die Reise vorbei.

So sieht für die meisten eine Weltreise aus. Christian Hoch hat das Bild auf den Kopf gestellt: Mit Frau und Tochter ist er fast zwei Jahre unterwegs, auf der Langstrecke in der Business und First Class, in Hotels, die sonst ein ganzes Reisebudget verschlingen würden. In dieser Folge erfährst du, wie er das mit Punkten und Meilen geplant hat und was du davon für deine eigenen Familienreisen mitnimmst.

Darüber sprechen wir in Episode 30

  1. Warum Christian die Weltreise am Stück und mit Kind macht
  2. Wie viel der Reise über Punkte und Meilen lief
  3. Wie er drei Plätze in der First Class nach Japan bekam
  4. Wann die Verfügbarkeit das Reiseziel bestimmt

Diese Folge ist perfekt für dich, falls du …

  • von einer längeren Auszeit mit der Familie träumst
  • Prämienflüge für drei oder vier Personen suchst und an der Verfügbarkeit verzweifelst
  • dich nach Jahren im selben Job fragst, ob jetzt der Moment für etwas anderes ist

Hör rein und finde heraus, wie Christian seine Familien-Weltreise mit Punkten und Meilen möglich gemacht hat:

Das Wichtigste in Kürze

  • Ohne Punkte und Meilen hätten Flüge und Hotels der Reise laut Christians Rechnung fast eine Viertelmillion Euro gekostet.
  • Die Langstrecke lief bis auf zwei Flüge über Meilen, die Hotels zu rund 90 % über Punkte. Kurzstrecken in der Economy zahlte Christian meist bar.
  • Fest geplant waren nur vier Länder: Japan, Neuseeland, Südafrika und Kanada. Den Rest bestimmte oft die Prämienverfügbarkeit.
  • Für Familien liegt der Hebel beim Ziel: Die Ferien legen fest, wann ihr reist, das Wohin bleibt offen.
  • Bei Großereignissen wie einem Formel-1-Rennen sind Hotelpunkte besonders viel wert, weil die Barpreise stärker steigen als die Punktepreise.

Kapitel

  • 00:00 Weltreise mit Rucksack, oder ganz anders?
  • 01:19 1.000 Follower auf Spotify
  • 02:30 Unser erster Interviewgast: Christian
  • 04:29 Zwei Zahlen: 65 Mal Koffer packen und eine Viertelmillion
  • 06:11 Vom Außendienst zur Weltreise
  • 10:53 Warum die Reise am Stück?
  • 12:36 Mit Kind auf Weltreise: Alter und Schulpflicht
  • 14:01 Kündigung, Planung und die vier festen Ziele
  • 17:22 Wie Chef und Umfeld reagiert haben
  • 19:55 Hätte es die Reise ohne Punkte und Meilen gegeben?
  • 22:16 Was Hotel-Lounges auf langen Reisen wert sind
  • 25:02 Wie viel über Punkte und Meilen lief
  • 27:34 Formel 1 in Montreal, und kein Hotel
  • 31:12 Business und First Class als Anspruch
  • 32:13 Drei Plätze in der Swiss First nach Japan
  • 35:13 Christians Weg in die Meilenszene
  • 39:16 Kurse, Creator und die Kommerzialisierung der Szene
  • 43:05 Stammtische und Communities
  • 49:22 Wann das Sammeln zur Routine wird
  • 53:14 Erst die First Class, dann das Reiseziel?
  • 58:00 Ein Jahr vorher oder ganz kurzfristig buchen
  • 1:00:36 KrisFlyer und ExpertFlyer
  • 1:02:03 Reisen mit Kind: Wo die Flexibilität endet
  • 1:05:22 Unterkünfte: Airbnb, Hotels und Suiten
  • 1:10:56 Unterwegs weitersammeln: US-Kreditkarten
  • 1:16:17 Viele Kreditkarten im Griff behalten
  • 1:17:30 Alltag und Schule in Neuseeland
  • 1:20:36 Jetlag mit Kind
  • 1:22:01 Was am meisten fehlt
  • 1:23:37 Schwierige Momente
  • 1:25:16 Warum Christian keinen Kurs anbietet
  • 1:29:39 Christians Tipps für den Einstieg
  • 1:33:31 Schule nach der Rückkehr
  • 1:36:03 Abschluss

Zusammenfassung der Episode

Zwei Zahlen, die die Reise beschreiben

Christian ist unser erster Interviewgast, auf Instagram findest du ihn als @runhighfly. Er ist seit über zehn Jahren in der Meilenszene unterwegs, kommt aus Berlin und hat sich zum Zeitpunkt der Aufnahme aus Neuseeland zugeschaltet. Fragst du ihn nach einer Zahl für seine Reise, nennt er zwei: 65 Mal haben er, seine Frau und seine Tochter im ersten Jahr die Koffer ein- und wieder ausgepackt. Und fast eine Viertelmillion Euro hätten Flüge und Hotels gekostet, wenn er alles so bar bezahlt hätte, wie er es mit Punkten gebucht hat. Die Zahl hat ihn beim Nachrechnen selbst überrascht.

Vom Außendienst zur Weltreise

Vorher hatte Christian einen ganz normalen Job im Außendienst, gut 20 Jahre im Beruf. Der Auslöser kam bei einem 50-Kilometer-Ultratrail auf Madeira: Er wollte noch einmal etwas anderes, mehr Zeit mit Frau und Tochter, ein Stück Welt zeigen. Ein Jahr vor der Abreise sprach er es im Mitarbeitergespräch an, eine Auszeit ließ sich mit seinem engen Kundenkontakt nicht vereinbaren, also kündigte er. Seine Tochter war beim Aufbruch gerade zehn, für ein Jahr gab es eine Schulbefreiung.

Fest standen nur vier Länder: Japan, Neuseeland, Südafrika und Kanada. Weil die Lufthansa-Gruppe kurz vor der Reise dynamische Prämienpreise einführte, buchte Christian ihre Flüge früh. Was sich seitdem bei Miles & More geändert hat, hörst du in Episode 19.

Ohne Punkte und Meilen? Ja, aber ganz anders

Gereist wäre die Familie auch ohne Meilen, sagt Christian. Aber mit fest gebuchten Flügen und ganz anderen Hotels. Sein Punktestand und sein Hotelstatus nahmen den Kostendruck raus: Frühstück und Lounge inklusive, manchmal eine Suite.

Die Langstrecke flog die Familie bis auf zwei Flüge mit Meilen, die Hotels liefen zu rund 90 % über Punkte. Am meisten brachte das bei Großereignissen: Zum Formel-1-Start in Melbourne zahlte Christian für fünf Nächte im Westin 200.000 Punkte, während die Barpreise in der Stadt in die Höhe schossen. Warum ihn die Formel 1 später in Montreal kalt erwischt hat, erzählt er ab Minute 27:34.

Drei Plätze in der First Class

Für Christian war von Anfang an klar: so weit vorne sitzen wie möglich. Den Auftakt nach Japan wollte er in der Swiss First fliegen, für drei Personen kaum zu bekommen. Diese Plätze kannst du mit Meilen nur als Senator buchen, und zum Zeitpunkt der Aufnahme nur am Telefon. Wie oft er dafür angerufen hat, bis drei Plätze auf einmal frei waren, hörst du ab Minute 32:13.

Christian kennt die Szene noch aus der Zeit von Forum und Stammtischen. Wie sich die Szene verändert hat, hörst du auch in Episode 27. In unserer Folge über die drei Typen von Travelhackern erkennt er sich wieder: Er will aus jedem Punkt das Meiste herausholen.

Wenn die Verfügbarkeit das Ziel bestimmt

Japan war länger geplant. Doch das Essen lag der Tochter nicht, und alles war teuer. Christian sah, dass es ab Osaka fast täglich drei Prämienplätze nach Bangkok gab, und die Familie zog weiter nach Thailand. Welches Ziel die Verfügbarkeit schon vor der Weltreise für die Familie ausgesucht hat, hörst du ab Minute 54:46.

Sein wichtigster Rat für Familien: Durch die Schulferien steht fest, wann ihr reist. Das Ziel ist frei. Wer sich nicht auf ein Land versteift und schaut, wohin die Meilen gerade reichen, findet viel öfter Plätze für alle. Andreas ergänzt: Entweder du buchst ganz früh, wenn die Plätze öffnen (bei Miles & More rund 360 Tage im Voraus), oder ganz kurzfristig.

Genau so lief Christians Rückflug aus Neuseeland: Zwei Plätze buchte er über Miles & More, den dritten über KrisFlyer, das Programm von Singapore Airlines. An KrisFlyer-Meilen kommst du in Deutschland über Membership Rewards, in Österreich über Revolut. Mit ExpertFlyer prüft er außerdem, wie voll ein Flug ist. Schlecht gebuchte Flüge öffnen oft noch Prämienplätze, eine Garantie ist das aber nicht.

Unterkünfte für drei

Meist wohnte die Familie im Airbnb, immer mit zwei Schlafzimmern, weil Christians Frau ihre Coaching-Gespräche online führt. Hotels buchte er, wenn er sie unbedingt sehen wollte. Wie er dabei in über 90 % der Fälle ein größeres Zimmer bekam, verrät er ab Minute 66:31.

Seine Lehre aus Luxushotels: Das Zimmer ist mit Punkten bezahlt, die Nebenkosten nicht. Ein Frühstück für 120 € ist im Urlaub drin, auf einer Weltreise nicht jeden Tag. Und Tokio wartet draußen, auch wenn der Hotelpool lockt.

Unterwegs fehlte das Sammeln im Alltag. Auf der Reise sammelte Christian vor allem über US-Kreditkarten weiter, ein eigenes Thema mit eigenem Aufwand. Den Überblick über alle Karten behält er mit der Banking-App Outbank.

Was die Tochter mitnimmt

Unterwegs lernte die Tochter über eine Online-Schule. In Neuseeland ergab sich durch eine Begegnung auf dem Wochenmarkt ein Schulplatz, deshalb hängte die Familie nach der Weltreise neun Monate an. Englisch ist für sie kein Thema mehr, sie ist selbstbewusster geworden. Und sie hat gelernt, was Christian für das Wichtigste hält: Für jede Herausforderung findet sich eine Lösung.

Checkliste: Christians Tipps für den Einstieg

  • Ziel klären: Willst du Kosten senken, einen Urlaub finanzieren oder in die Business Class? Schau früh nach, wie viele Meilen dein Wunschflug kostet.
  • Wert kennen: Lerne, was eine Meile für dich wert ist. Dann erkennst du selbst, ob ein Deal wirklich einer ist. Dabei hilft dir unser Gegenwert-Rechner.
  • Nichts nur für Punkte kaufen: Auch ein hoher Multiplikator ist kein Grund, Dinge zu kaufen, die du nicht brauchst.

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Häufige Fragen

Kann man eine Weltreise mit Meilen bezahlen?

Zu einem großen Teil ja. Christian flog die Langstrecken seiner Familien-Weltreise bis auf zwei Flüge mit Meilen und bezahlte rund 90 % der Hotels mit Punkten. Kurzstrecken in der Economy zahlte er meist bar, weil sich Meilen dort selten lohnen. Ganz kostenlos ist auch ein Prämienflug nicht: Steuern und Gebühren zahlst du trotzdem.

Bekommt man mit Meilen First-Class-Plätze für die ganze Familie?

Möglich ist es, aber es braucht Geduld und Flexibilität. Christian telefonierte über Wochen mehrmals pro Woche mit Swiss und Lufthansa, bis drei Plätze in der Swiss First nach Japan frei waren. Leichter wird es, wenn du beim Reiseziel flexibel bist und nimmst, wo gerade genug Plätze frei sind.

Wann sollte man Prämienflüge für die Familie buchen?

Entweder sehr früh, sobald die Plätze öffnen, bei Miles & More rund 360 Tage vor dem Abflug. Oder kurzfristig, wenn Airlines nicht verkaufte Plätze noch als Prämie freigeben. Mit schulpflichtigen Kindern ist die kurzfristige Variante wegen der Ferien schwer planbar.

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Deine Hosts

Andreas Dini

Andreas Dini sammelt Punkte und Meilen über Ländergrenzen hinweg. Auf Instagram zeigt er als @cleverpoints jede Woche die aktuellen Sammel-Deals für Deutschland und Österreich.

Kevin Cobb

Kevin Cobb kennt die österreichische Meilenszene von innen. Auf seinem YouTube-Kanal Points Travel Tech Austria testet er Airlines und Hotels, am liebsten in der First Class.